2 Nights and 3 Days in Paris: Tag 3

Day 3: So. 8.11.09

Am Sonntag morgen hies es dann wieder um 7:30 Uhr aufstehen. Dieses mal war es allerdings dank der vorigen Nacht doch schwerer, als den Morgen davor. 😉

Nach dem frisch machen hies es dann schonmal, Betten abziehen und Sachen zusammen packen, da die Zimmer bis 10 Uhr gerÀumt sein mussten und von 9-12 das letzte Training anstand.

Nachdem packen und in den Gi schmeissen, gings dann auch direkt zum frĂŒhstĂŒcken. Der Tag sollte ja noch lang werden, da ich nach dem Training direkt aufbrechen musste in Richtung Paris Gare du Norde.

Dann noch eben die Taschen solange verstaut und ab ins Dojo zum letzten Keiko des Lehrganges. In den Bukiwazaa ging es wieder um den Jo. AnfĂ€nglich wurde die 31 Jo Kata gemacht und nochmals ein paar Suburi Formen. Dann kamen wieder die PartnerĂŒbungen, diverse Kumijo Formen mit anschliessender Henka Wazaa derselbigen. Hier trainierte ich wieder mit einem der Dan-TrĂ€ger. Was mir wirklich sehr half, da die Henka Formen diesmal schon ins Taijutsu reingingen. Wie immer natĂŒrlich sehr interessant.

Gegen Ende machten wir sogar noch 2, 3 Jo dori Formen.

Dann in der Taijutsu Einheit ging es vor allem um Kokyuhonage in allen erdenklichen Varianten. Hier tat ich mich teilweise dann doch etwas schwer, da mir einige der Formen einfach nicht gelÀufig waren und ich mich allgemein den Tag irgendwie etwas blöde anstellte.

Den Hauptteil dieser Einheit trainierte ich mit einem Dan-TrĂ€ger aus dem Libanon, und obwohl er ein Gesicht hatte, wie man es sich wohl von einem FBI Fahndungsfoto vorstellen wĂŒrde, war er sehr nett und mir sehr geholfen in die Formen reinzukommen. So sehr kann der Ă€ussere Eindruck tĂ€uschen.

Am Ende der Einheit richtete Hitohiro Sensei noch einmal das Wort an uns. Er dankte uns fĂŒr den Lehrgang und konnte es sich auch nicht nehmen lassen ein klein wenig ĂŒber den Aikikai zu lĂ€stern. 😀

Beim AbgrĂŒĂŸen sprach Sensei noch ein Mantra bevor wir uns dann verabschiedeten. Da ich nicht genau wusste wie die ZĂŒge aus Eaubonne nach Paris fuhren, habe ich direkt geduscht und bin danach auch direkt zum Bahnhof weiter. Das letzte Mittagessen habe ich vorsichtshalber ausgelassen, um zeitlich auf der sicheren Seite zu sein.

Auf der Bahnfahrt zum Gare du Norde, habe ich mich noch mit einem der Teilnehmer unterhalten. Er war ein Deutscher, der in Paris lebte und dort arbeitete und auch im Dojo Tenchi trainierte. Er erzĂ€hlte mir viel ĂŒber die Stadt und natĂŒrlich haben wir auch ĂŒber den Lehrgang und unsere EindrĂŒcke gesprochen. Am Gare du Norde verabschiedeten wir uns voneinander und ich ging weiter.

Ich hatte noch etwa 1 Stunde Zeit, bevor mein Zug abfuhr, also nutzte ich die Chance, um ein wenig vor dem Bahnhof die Straßen zu erkunden und ein paar SchnappschĂŒĂŸe zu machen.

IMAGE_297IMAGE_303IMAGE_302Dieser weiße Kasten muss irgendein Kunst/Werbeprojekt gewesen sein. Unten war eine Kamera, so dass auf der unteren FlĂ€che, man sich selbst sah, wenn man davor stand. In bestimmten ZeitabstĂ€nden fing das Teil an wie wild zu leuchten und der obere Teil fuhr nach oben, wĂ€hrend Klappen links und rechts wie FlĂŒgel auf und zu schlugen. Dann gab es noch eine Menge Nebel aus der Maschine zu pompöser Musik.

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Bei meinem Streifzug durch die Straßen, besorgte ich mir dann in einem McDonalds noch etwas zu essen. Da es in dem Laden zu voll war, entschloß ich mich das Essen mit zunehmen und draussen zu essen. Ich machte es mir also auf dem Vorplatz des Bahnhofes gemĂŒtlich, wo ein Gitarrist fĂŒr etwas Geld spielte und sonst auch ein reges Treiben war. Eine weitere interessante Erfahrung war, dass als ich da so saß, ein dubioser junger Mann auf mich zu kam. (Mein Spinnensinn ging gleich los 😉 ) Ich war am ĂŒberlegen, was wohl als nĂ€chstes kam, als er sich neben mich stellte… wollte er sich eine meiner Taschen schnappen und rennen? Mich bedrohen? Dann sprach er mich auf französisch an. Ausser dem Wort „Pot“ habe ich nicht viel verstanden. Ich gehe davon aus er wollte dealen. Ein freundliches „I don’t speak french“, sorgte dann auch dafĂŒr das er ganz schnell das Interesse verlor und weiterzog. 😀

Ebenso erging es mir ĂŒbrigens mit dem Schnorrer, der kurz darauf zu mir kam. Als er merkte dass ich ihn nicht verstehe, ging er auch ohne weitere Worte. Hatte es also doch was praktisches die Sprache nicht zu sprechen. 😉

Als ich dann meine Zeit abgesessen hatte, stieg ich in den Thalys in Richtung Heimat und hatte eine entspannte Zugfahrt bis Köln. Leider ging es danach schlagartig bergab und endete damit, dass ich wegen Signalstörungen, um 0 Uhr aus DĂŒsseldorf mit dem Auto abgeholt werden musste. (Man merke an, laut Plan sollte ich um 21:12 Uhr schon daheim sein)

Nun, so ging also mein Lehrgangswochenende zu Ende.

Im moment warte ich noch darauf, dass irgendwo mal Fotos von der Fotosession veröffentlicht werden. Wenn ich was finde, werde ich es noch hier posten.

Achja, und wer die Chance hat, mal Hitohiro Saito Sensei zu besuchen, sollte dies tun, es ist wirklich eine interessante Erfahrung. 😀

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